Biomasse für Biogasanlagen

Biogasanlage

Die Energiewende ist beschlossene Sache. Im Juni 2011 beschloss die Bundesregierung den stufenweisen Atomausstieg bis 2022 und das aus für 8 Deutsche Kernkraftwerke. Eine Reaktion auf die Nuklearkatastrophe von Fukushima.

Erneuerbare Energien (Bioenergie, Windenergie, Sonnenenergie...) gewinnen seitdem einen immer höheren Stellenwert.

Die Verwertung von Oliventrester in Biogasanlagen ist eine neue Möglichkeit, die anfallende Biomasse sinnvoll zu verwerten. Noch steht diese Art der Oliventresterverwendung am Anfang. Neueste Studien zeigen jedoch bereits jetzt:

 

Oliventrester (Trockensubstanz) erzeugt bei einem speziellen Gärverfahren sogar mehr Biogas als die gleiche Menge an Mais.



Der Speziell für die Vergärung in Biogasanlagen angebaute Energiemais gerät immer mehr in die Kritik. Sogenannte Monokulturen aus Maisfeldern zerstören das Landschaftsbild und sorgen für Konflikte zwischen Lebensmittelbauern und Maisbauern.

Dank einer Sonderzulage für den Anbau von Energiemais hat sich die Anbaufläche von Mais in Schleswig Hollstein fast verdoppelt.

 
Wir als Großhändler für Biomasse aus Olivenreststoffen möchten unseren Beitrag leisten, einer Vermaisung von Landschaften entgegenzuwirken und gleichzeitig Oliventrester, einen Abfallprodukt aus der Olivenölherstellung, einer sinnvollen Verwertung zuzuführen.

Deutsche Unternehmerbörse

Der aid-infodienst meldet:

 

Olivenöl ist nicht nur lecker, sondern auch gut für Herz und Kreislauf. Darum erfreut es sich auch außerhalb des Mittelmeerraums seit Jahren zunehmender Beliebtheit. Über zwei Millionen Tonnen werden jedes Jahr allein in Europa produziert. Für die Umwelt in den Erzeugerländern bleibt das jedoch nicht ohne Folgen. Die flüssigen und festen Reststoffe aus der Produktion enthalten unter anderem Fette und Polyphenole. Diese sind zwar natürlichen Ursprungs, in der hier anfallenden Konzentration aber giftig. Die Entsorgung ist aufwendig und teuer. In einem von der EU geförderten Projekt wird darum zurzeit untersucht, wie diese Abfälle besser verwertet werden können. Forscher vom Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart haben untersucht, ob und wie gut sich die Abfälle zur Biogasgewinnung eignen. Bereits erste Versuche mit einem speziellen Gärverfahren verliefen vielversprechend. So ergibt ein Kilogramm organische Trockensubstanz aus Trockenabfall bis zu 720 Liter Biogas – sogar etwas mehr als bei der gleichen Menge Trockensubstanz aus Mais. Die Ausbeute aus Flüssigabfällen betrug sogar bis zu 980 Liter pro Kilogramm Trockensubstanz. Die Abfallmenge verringerte sich dabei um bis zu 90 Prozent. Zur Zeit arbeiten die Stuttgarter Wissenschaftler daran, die Biogas-Ausbeute noch weiter zu erhöhen. Schon jetzt wird allerdings deutlich, dass sich aus den Olivenresten erhebliche Energiemengen gewinnen lassen: Bis zu 3.600 Kilowattstunden liefert eine Tonne Fest-, 5.400 Kilowattstunden eine Tonne Flüssigabfall. Auf die Olivenölproduktion in ganz Europa bezogen heißt das: Wollte man die entsprechende Energie aus Mais erzeugen, müsste man dafür das ganze Saarland bepflanzen. Langfristig wird also durch die Energiegewinnung aus Olivenresten nicht nur die Umwelt entlastet, sondern es werden auch wertvolle Ressourcen geschont.

Quelle: Dr. Margit Ritzka, www.aid.de